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Reikifreundschaft

Nachdenkliches zum Tod von Bärbel Mohr

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Da ich bereits seit längerer Zeit die Mainstream Medien nicht mehr verfolge, habe ich am 3.11. durch einen Thread im Mitgliederbereich der Reikifreundschaft erfahren, dass Bärbel Mohr gestorben war. Hier im Austausch mit einigen Mitgliedern der Online Reikischule hatte ich direkt am nächsten Tag geschrieben:

Zitat Zitat von Alexander Gottwald
Ich frage mich im Zusammenhang mit Bärbel Mohrs Tod eben auch, was für wirtschaftliche und imagetechnische Erwägungen und Ängste dabei vielleicht eine Rolle gespielt haben mögen, dass sie niemand von ihrer Krankheit erzählt hatte und sich bis zuletzt nicht verletzlich zeigen konnte ... die Angst und den Schmerz, die ich dahinter verspüre, erlebe ich in mir als große Wunde ... ich sehe das auch als persönlichen Schmerz von mir, denn es ist auch für mich immer wieder sehr schwierig, mit Menschen über das zu sprechen, bzw. das mitzuteilen, wo ich mich gelegentlich schwach fühle, wo ich verletzlich bin, denn es wird in der westlichen Welt nicht geschätzt, wenn jemand, der gefälligst die Rolle des Lichtbringers zu spielen hat, einfach krank wird ... es geht ja im Westen selbst so weit, dass die spirituelle Verwirklichung von Menschen wie Ramana Maharshi oder Nisargadatta in Frage gestellt wird, weil sie Krebsgeschehen in ihren Körpern hatten ... dieser Kult um die Gesundheit und dieses "Selbst schuld"-mit-dem-Finger-Gezeige, wenn jemand krank wird, der als spiritueller Lehrer wirkt, wenn jemand einen Burnout hat, der als spiritueller Lehrer wirkt, all das löst in mir selbst auch großen persönlichen Schmerz aus, mit dem ich reinige. Ich habe es selbst im Moment meines Burnout 2002 so erfahren, dass Menschen sich abwenden, wenn ihr Guru schwach ist, dass sie ihn sitzen lassen und nach dem Nächsten suchen, wenn er/sie nicht so funktioniert, wie er/sie das in den Augen seiner Klientel sollte ...

Wir alle sind EINS. Einige von uns gehen mal ein paar Schritte voran, was die Masse natürlich gemäß dem gesetz der Herde nicht gut heißt... wie Nietzsche sagte: "Wenn das gute Gewissen Herde heißt, sagt nur das schlechte Gewissen: Ich." Für mich wäre es ein positives Signal, wenn Bärbel Mohrs Tod zu einer Bewusstwerdung in Bezug auf zwei Themen führen würde, die ich persönlich beide für sehr wesentlich halte: 1. die absurde Idee, bestimmte Menschen (oder davon ausgehend dann eigentlich alle Menschen!) dürften nicht krank werden und wenn sie es dann doch tun, wird dies als Beweis dafür gesehen, dass sie als spirituelle Lehrer, Heiler etc. nicht echt waren bzw. gar als Betrüger dargestellt werden ... 2. die naive Vorstellung, man könnte Versatzstücke aus indigenen Kulturen nach Belieben benutzen und ins eigene Denkschema pressen, ohne dass dies Konsequenzen auf verschiedenen Ebenen des Daseins nach sich ziehen könnte ...
Nichtsdestotrotz sehe ich natürlich die meiner Meinung nach unverkennbare zeitliche Nähe von Bärbel Mohrs Krankheit und Tod zu ihrem Buch über ihre Fantasieversion des Ho'oponopono. Daher habe ich einige Zeit damit gereinigt und nun den Artikel "Warum ist Bärbel Mohr gestorben?" in meinem Bewusstseinblog veröffentlicht.

Im Reiki-Forum der Mitglieder hatte ich auch noch diese Gedanken geäußert:

Zitat Zitat von Alexander Gottwald
... nach meiner Wahrnehmung haben sowohl die Mohrs als auch Klaus Jürgen Becker den groben systemischen Fehler gemacht, sich anmaßend über den Ursprung dessen zu stellen, was sie kommerziell nutzen wollten: In beiden Publikationen wird deutlich, dass sie Dr. Len und seine vier Sätze zwar benutzen, sie aber nicht verstanden hatten und insbesondere Bärbel Mohr halt meinte, dass sie mit der 100% Verantwortung nix anfangen konnte, weshalb sie das rausgelassen habe ... durch diese Haltung und die Weigerung, das zu lernen, was ihr Dr. Len sicher freundlich übermittelt hätte, hat sie sich ausserhalb des energetischen Raums des Ho'oponopono gestellt, von ihrer das reinigende Wort verballhornenden Neuschöpfung "hoppen" ganz zu schweigen ...
In diesem Sinne reinige ich weiter ...

Alles (IST) Liebe,

Alexander Gottwald

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